Die Leuchtdichten (es sind schliesslich eine Vielzahl von Messpunkten, die hier von Interesse sind) sind die wichtigsten Grössen. Sie bezeichnen die "Helligkeit", wie sie vom menschlichen Auge wahrgenommen wird.
Der Blick fällt auf den Bildschirm, die Tastatur, die Papiervorlage, den Arbeitstisch usw., also auf Oberflächen der Gegenstände, die wir im
Arbeitsbereich ständig benötigen und gebrauchen.
Das auf diese Oberflächen auftreffende Tageslicht wird mehr oder weniger - je nach Reflexionsgrad - zurückgespiegelt (reflektiert), daher wirken diese Flächen für unsere Augen unterschiedlich in Ihrer Helligkeit. Diese Helligkeit nennt man Leuchtdichte, die in candela (cd / m2) gemessen wird.
Es kann nicht genügend davor gewarnt werden, die Beleuchtungsstärke allein - ohne Messung der Leuchtdichte - zur Beurteilung der Tauglichkeit des Arbeitsplatzes zugrunde zu legen. Der Zusammenhangz zwischen Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte ist komplex. Man stellt in der Praxis Situationen fest, wo die Leuchtdichte (zB bei geschlossenen Lamellen) zu hoch, die Beleuchtungsstärke dagegen viel zu niedrig ist!
Es empfiehlt sich, die effektiven Werte mittels entsprechender Messungen zu erfassen. Die Lichtsituation lediglich zu schätzen, kann gewaltig "in ` s Auge" gehen.